Finanzen
Elterngeld, Depot fürs Kind, Versicherungen: die Geldfragen, die mit dem ersten Kind kommen – verständlich beantwortet.

Die besten ETFs für Kinder: Diese vier Fonds überzeugen wirklich
Ein Welt-ETF reicht fürs Kinderdepot. Welche vier Kriterien zählen, vier konkrete Fonds im Vergleich und was die Kosten über 18 Jahre ausmachen.
Mit dem ersten Kind kommen auf einmal ein Dutzend Geldentscheidungen, auf die dich niemand vorbereitet hat. Du sollst Elterngeld beantragen, bevor du verstanden hast, wie es berechnet wird. Du sollst ein Depot fürs Kind eröffnen, ohne zu wissen, ob es auf deinen Namen laufen sollte oder auf seinen. Und dazwischen sitzt ein Berater, der dir eine Ausbildungsversicherung verkaufen will.
In diesem Hub findest du zu jeder dieser Fragen eine Antwort: kurz, mit konkreten Zahlen und ohne dass am Ende ein Produkt steht, das du nicht brauchst.
- Sparen fürs Kind: Ein Depot schlägt das Sparbuch deutlich. Die eigentliche Frage ist, auf wessen Namen es läuft.
- Elterngeld: Die Aufteilung der Monate entscheidet mit darüber, wie viel am Ende bei euch ankommt.
- Kindergeld oder Kinderfreibetrag: Du musst dich nicht entscheiden – das Finanzamt rechnet für dich.
- Absicherung: Nur wenige Versicherungen sind mit Kind wirklich nötig. Der Rest ist meistens Verkaufsgespräch.
- Familienbudget: Was ein Kind kostet, lässt sich ziemlich genau beziffern – und damit auch planen.
Diese vier Bereiche deckt der Finanz-Hub ab
- Sparen fürs Kind – Depot, ETF-Sparplan, Festgeld, Sparbuch
- Elterngeld und staatliche Leistungen – Antrag, Höhe, Fristen, Steuer
- Absicherung – welche Versicherungen mit Kind zählen und welche nicht
- Familienbudget – was ein Kind kostet, Taschengeld, Kinderkonto
Geld anlegen für Kinder: Depot statt Sparbuch
Ein Sparbuch fürs Kind ist bequem, aber über 18 Jahre frisst die Inflation den Ertrag. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan hat bei diesem Zeitraum die deutlich besseren Karten. Spannender als die Produktfrage ist ohnehin die davor: Läuft das Depot auf dein Kind, gehört das Geld ihm – mit allem, was daran hängt, vom eigenen Steuerfreibetrag bis zum vollen Zugriff am 18. Geburtstag.
Elterngeld, Kinderfreibetrag und was dir sonst zusteht
Elterngeld, ElterngeldPlus, Partnermonate, Kinderkrankengeld, Kindergeld, Kinderfreibetrag: Das meiste davon bekommst du nicht automatisch, sondern nur auf Antrag und oft nur innerhalb einer Frist. Hier stehen die Anträge, die sich für Väter wirklich lohnen – und die Stellen, an denen die meisten Geld liegen lassen.
Diese Versicherungen brauchst du mit Kind wirklich
Sobald ein Kind da ist, hängt jemand von deinem Einkommen ab. Das ändert die Rangfolge: Erst absichern, was existenziell ist, dann über alles Weitere reden. Welche Policen in diese erste Gruppe gehören und warum eine Ausbildungsversicherung fast nie dazuzählt, klären die Beiträge in diesem Bereich.
Was ein Kind kostet und wie ihr das Budget plant
Die großen Posten sind selten die, mit denen man vorher rechnet. Hier findest du echte Zahlen aus unserem Haushaltsbuch statt Durchschnittswerte aus der Statistik, dazu Taschengeld, das erste Kinderkonto und die Frage, ab wann Kinder eigenes Geld verwalten sollten.
Womit ich anfangen würde
Wenn mich jemand fragt, wo er anfangen soll, sage ich: Elterngeld zuerst. Das ist der einzige Punkt mit einer echten Frist, und ein Fehler dort lässt sich später kaum noch korrigieren. Das Depot kann zwei Monate warten, die Versicherungen auch. Der Elterngeldantrag nicht.
Häufige Fragen zu Geld und Familie
Ab wann lohnt es sich, für mein Kind zu sparen?
So früh wie möglich, weil der lange Zeitraum das Entscheidende ist – nicht die Höhe der Rate. Wer bei der Geburt anfängt, hat 18 Jahre Zinseszins auf seiner Seite. Ob du mit 25 oder mit 100 Euro im Monat startest, ist zweitrangig und lässt sich jederzeit anpassen.
Depot auf meinen Namen oder auf den des Kindes?
Beides hat Folgen. Läuft es auf das Kind, nutzt es dessen eigenen Steuerfreibetrag – das Geld gehört dann aber rechtlich ihm und steht ihm mit 18 vollständig zur Verfügung. Außerdem kann eigenes Vermögen später bei BAföG und ähnlichen Leistungen angerechnet werden. Läuft es auf dich, behältst du die Kontrolle, zahlst aber auf die Erträge deine eigenen Steuern.
Brauche ich eine Ausbildungsversicherung?
In den allermeisten Fällen nicht. Solche Verträge mischen Sparen und Versicherung, und beides zusammen ist in der Regel teurer und unflexibler als beides getrennt. Wenn du die Todesfallabsicherung willst, bekommst du sie über eine Risikolebensversicherung günstiger – und sparst daneben frei.
Kindergeld oder Kinderfreibetrag – was ist besser?
Du musst dich nicht entscheiden. Das Finanzamt führt bei der Steuererklärung automatisch die Günstigerprüfung durch und rechnet, welche Variante für dich mehr bringt. Kindergeld bekommst du laufend ausgezahlt; ergibt der Freibetrag das bessere Ergebnis, wird das bereits gezahlte Kindergeld gegengerechnet.


