So testen wir
Ein Testbericht ist schnell geschrieben: Herstellerangaben umformulieren, fünf Sterne daruntersetzen, Affiliate-Link einbauen, fertig. Solche Texte gibt es tausendfach – und sie sind der Grund, warum du bei Produktempfehlungen im Netz zu Recht misstrauisch bist. Auf dieser Seite steht deshalb, wie ein Test auf dadbase entsteht: woher die Geräte kommen, welche Kriterien ich bewerte, wie aus den Einzelwertungen die Sterne werden und womit diese Seite Geld verdient.
- Ich teste im normalen Familienalltag, nicht unter Laborbedingungen.
- Jede Produktkategorie hat eigene Kriterien mit fester Gewichtung.
- Die Gesamtwertung wird aus den Einzelwertungen berechnet, nicht frei vergeben.
- Technische Daten stammen vom Hersteller und sind als solche gekennzeichnet.
- Affiliate-Links finanzieren die Seite – für dich ändert sich am Preis nichts.
Getestet wird, was bei uns zu Hause steht
Ein Fahrradanhänger zeigt erst nach der vierten Kitafahrt bei Regen, was er kann. Deshalb landet hier kein Gerät im Test, das ich nur ausgepackt und wieder eingepackt habe. Jedes Produkt läuft mindestens einige Wochen im Alltag mit: bei uns, mit unserem Kind, auf denselben Wegen, die du auch fährst.
Ein Teil der Geräte ist aus eigener Tasche gekauft, einen anderen Teil stellen Hersteller zur Verfügung. Im jeweiligen Testbericht steht, welcher Fall zutrifft. Was in beiden Fällen gilt: Über die Wertung entscheide ich, nicht der Hersteller. Es gibt keine Freigabe vor Veröffentlichung und keine Absprache über Sterne.
Manchmal reicht es nicht für einen Test. Wenn ich ein Produkt nicht selbst in der Hand hatte, erscheint der Text als Kaufberatung und nicht als Testbericht – dann ordne ich Datenblätter, Preise und Rückmeldungen anderer Eltern ein, behaupte aber keinen Test, den es nicht gab.
Fünf Kriterien entscheiden über die Wertung
Jede Kategorie hat ihren eigenen Kriterienkatalog, denn ein Babyphone bewertet man nicht wie ein Laufrad. Die Gewichtung steht vorher fest und gilt für alle Produkte der Kategorie – so lassen sich die Wertungen untereinander vergleichen. Am Beispiel Fahrradanhänger sieht das so aus:
| Kriterium | Gewichtung | Worauf ich achte |
|---|---|---|
| Sicherheit | 30 % | Gurtsystem, Überrollbügel, Sichtbarkeit, Verriegelung der Kupplung |
| Fahrkomfort | 25 % | Federung, Sitzposition, Verhalten auf Kopfsteinpflaster und Schotter |
| Handhabung | 20 % | An- und Abkuppeln, Falten, Kind ein- und aussteigen lassen |
| Verarbeitung | 15 % | Nähte, Reißverschlüsse, Spiel in Gelenken und Deichsel |
| Preis-Leistung | 10 % | Was das Modell im Vergleich zu ähnlich teuren Anhängern leistet |
Bei Babyphones zählen stattdessen Bild und Ton am stärksten, bei Laufrädern das Fahrverhalten, bei Spielzeug der Spielwert. Die Gewichtung siehst du in jedem Testbericht direkt an den Balken neben den Kapiteln – jedes Kapitel trägt seine eigene Wertung.
Die Gesamtwertung wird berechnet, nicht geschätzt
Jedes Kriterium bekommt eine Wertung zwischen einem und fünf Sternen. Daraus entsteht die Gesamtwertung als gewichteter Durchschnitt – bei einem Anhänger zieht die Sicherheit also dreimal so stark wie die Preis-Leistung. Das hat einen Nebeneffekt, den ich bewusst in Kauf nehme: Ein günstiges Modell kann die Preis-Leistung gewinnen und trotzdem hinten landen, wenn das Gurtsystem schwächelt.
- 4,5 bis 5,0 Sterne: Kaum Schwächen. Würde ich selbst wieder kaufen.
- 3,5 bis 4,4 Sterne: Solide, mit Einschränkungen, die im Text stehen.
- 2,5 bis 3,4 Sterne: Funktioniert, aber im selben Preisbereich gibt es Besseres.
- Unter 2,5 Sternen: Würde ich nicht kaufen – und das steht dann auch so im Fazit.
Fünf volle Sterne vergebe ich selten. Nicht aus Prinzip, sondern weil mir bei fast jedem Produkt nach ein paar Wochen etwas auffällt, das besser sein könnte.
Technische Daten kommen vom Hersteller, nicht aus dem Shop
Gewicht, Zuladung, maximale Körpergröße, Reichweite: Diese Werte übernehme ich aus den offiziellen Datenblättern und Bedienungsanleitungen der Hersteller, nicht aus Shop-Beschreibungen – die sind erstaunlich oft falsch abgetippt. Wo ein Wert nicht belegt ist, bleibt das Feld leer, statt dass ich schätze. Und wo meine Messung von der Herstellerangabe abweicht, steht beides im Text.
Prüf die entscheidenden Angaben trotzdem für dein eigenes Modell nach – vor allem Herstellerfreigaben für E-Bikes, zulässige Zuladungen und Achsmaße bei Kupplungen. Hersteller ändern Spezifikationen innerhalb einer Modellreihe, ohne den Namen zu wechseln. Zwei Minuten in der Bedienungsanleitung sparen dir im Zweifel einen Rücksendeprozess.
Preise aktualisieren sich automatisch, alle sechs Stunden
In den Texten findest du keine festen Preise. Der Grund ist simpel: Ein Preis, den ich heute in einen Artikel schreibe, ist in drei Wochen falsch. Stattdessen zieht die Seite die aktuellen Angebote automatisch und zeigt sie im Preisvergleich an. Dazu kommt der Preisverlauf als Chart – damit siehst du, ob ein „Angebot“ wirklich eines ist oder ob das Produkt vor zwei Wochen dasselbe gekostet hat.
Wenn ich Preise im Text vergleiche, dann in Verhältnissen: deutlich günstiger, etwa gleichauf, rund doppelt so teuer. Das bleibt richtig, auch wenn sich die Zahlen ändern.
Womit dadbase Geld verdient
Die Links zu den Shops sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision – du zahlst dabei keinen Cent mehr als ohne den Link. Diese Provisionen finanzieren Testgeräte, Hosting und die Zeit, die in den Texten steckt.
Was daraus nicht folgt: dass das Produkt mit der höchsten Provision oben steht. Die Reihenfolge in Vergleichen ergibt sich aus der Wertung. Und wenn ein Gerät nichts taugt, steht das im Text – auch wenn es verlinkt ist.
Was du auf dadbase nicht findest
- Bezahlte Wertungen oder Platzierungen
- Testberichte zu Produkten, die ich nie in der Hand hatte
- Medizinische Empfehlungen – dafür ist die Kinderärztin zuständig
- Abgeschriebene Herstellertexte mit neuer Überschrift
- Ranglisten, die sich nach Provisionshöhe sortieren
Bei Themen, die Gesundheit oder Sicherheit betreffen – ab wann ein Kind im Anhänger mitfahren darf, wie ein Kindersitz eingebaut gehört –, verweise ich auf ADAC, Fachverbände oder die Kinderärztin, statt selbst ein Urteil zu fällen. Ich bin Vater, kein Sachverständiger.
Mein Fazit: Lieber wenige Tests als viele Textbausteine
dadbase wird nie die Seite mit den meisten Testberichten sein. Ein Gerät im Alltag zu prüfen dauert Wochen, und diese Wochen lassen sich nicht abkürzen. Was du dafür bekommst: Tests, hinter denen tatsächlich Nutzung steckt, eine Wertung, die du nachrechnen kannst, und eine offene Aussage dazu, woher Produkte und Geld kommen.
Fehlt dir etwas oder findest du einen Wert, der nicht stimmt? Schreib mir. Korrekturen landen im Text, mit Datum.
Häufige Fragen zum Testverfahren
Wie lange dauert ein Test?
Je nach Produkt zwischen drei Wochen und mehreren Monaten. Ein Babyphone zeigt seine Schwächen nach wenigen Nächten, ein Fahrradanhänger erst über eine Saison mit wechselndem Wetter.
Bekommen Hersteller die Wertung vorab zu sehen?
Nein. Hersteller erfahren die Wertung wie alle anderen: mit der Veröffentlichung. Sachliche Fehler korrigiere ich, wenn sie mir gemeldet werden – an der Bewertung ändert das nichts.
Warum steht bei manchen Produkten keine Wertung?
Weil es dann kein Test ist, sondern eine Kaufberatung. Sterne vergebe ich nur für Produkte, die ich selbst genutzt habe.
Werden alte Testberichte aktualisiert?
Ja. Preise und Verfügbarkeiten laufen automatisch mit, inhaltliche Updates mache ich, wenn ein Nachfolgemodell erscheint oder sich im Langzeiteinsatz etwas zeigt, das im ersten Test noch nicht sichtbar war.
Kann ich ein Produkt für einen Test vorschlagen?
Gern. Vorschläge aus der Leserschaft haben Vorrang vor allem, was Hersteller anbieten – schreib mir einfach, was dich interessiert.